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Die perfekte Bewerbung 
Lebenslauf
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  Zeig Deine Stärken!!

Hochschulabsolventen und Studenten müssen mit Praktika, Auslandsaufenthalten oder außeruniversitären Engagement Kompetenz zeigen. Auf jahrelange Erfahrung kann wohl nahezu keiner pochen.

Ein Lebenslauf ist kein Roman! Er soll ein klares Bild von Dir, Deinen Erfahrungen und Deinen Kompetenzen abliefern. Es ist darauf zu achten, dass Du nur das Nötigste schreibst und dabei trotzdem das Interesse der Recruiter weckst.

Eine gute Variante möglichst viel im Lebenslauf unter zu bringen, ist das verteilen der Informationen auf die verschiedenen Dokumente. Der Personaler kann sich dann ohne großen Aufwand die interessanten Informationen entnehmen.

Bedenke, dass die Angabe von Tätigkeiten oder Praktika für die jeglicher Nachweis fehlt, schwierig sein kann: Du kommst in Beweispflicht. Achte also darauf, für alle Tätigkeiten, die Du im Lebenslauf anführst, dir Zeugnisse oder Bescheinigungen ausstellen zu lassen.

Besonderheiten für Hochschulabsolventen

Während oder mit Beendigung des Studiums hat man in aller Regel noch keine bzw. recht wenig Berufserfahrung. Doch gerade in Anbetracht der häufig sehr theorielastigen Ausbildung deutscher Hochschulen ist es für die Recruiter interessant, ob Du die Inhalte Deines Studiums in der Praxis anwenden kannst. Gib deshalb stets absolvierte Praktika, Auslandsaufenthalte, Nebenjobs oder sonstiges Engagement (z.B. Fachschaft, Studentenorganisation.. ) an.

Nebenjobs oder Engagement in Studentenorganisation zeigen sowohl die Bereitschaft, mehr als unbedingt notwendig zu tun und geben Dir praktische Erfahrungen. Auch an der Kinokasse oder bei der Organisation des alljährlichen Campusfestes kannst Du etwas gelernt haben. Formuliere die gemachten Erfahrungen geschickt ohne jedoch dabei zu übertreiben.

Über den Tellerrand geschaut

Praktika sind während dem Studium besonders wichtig und sind bei Recruitern ein sehr wesentliches Kriterium bei der Bewerberauswahl. Mit Praktika zeigst Du zum einen Dein Interesse, das gelernte Wissen in die Praxis einzubringen und steigerst zum anderen Deine Kompetenz für die ausgeschriebene Stelle. Rücke insbesondere diejenigen Tätigkeiten in den Vordergrund welche von Bedeutung sind für die konkrete Stelle.
Auslandsaufenthalte dokumentieren ebenfalls Einsatzbereitschaft und unterstreichen Deine sprachliche Kompetenz. Wer kann schon wirklich fließend Englisch ohne jemals in einem englischsprachigen Staat gelebt zu haben?

Diplomarbeiten können insbesondere dann bedeutungsvoll sein, wenn sie in einem engem Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Tätigkeit stehen. Schicke aber keinesfalls Deine komplette Diplomarbeit ohne vorherige Absprache in Deinen Bewerbungsunterlagen mit. Auch eine Ausbildung vor dem Studium sollte nicht unterschätzt werden. Hier machst Du deutlich, dass du den betrieblichen Alltag kennst.

Fazit: Je mehr praktische Erfahrungen Du während des Studiums gesammelt hast, desto bessere Karten hast Du beim Bewerbungsmarathon. Praktika zeigen nicht nur Einsatzbereitschaft - sie helfen Dir auch herauszufinden was Du nach dem Studium machen und worauf Du dich spezialisieren solltest.

Lücken im Lebenslauf - was nun?

Beim Erstellen des Lebenslaufes wird es besonders schwierig, wenn im bisherigen Werdegang nicht alles frei von Stolpersteinen war oder Ziele nicht so stringent verfolgt wurden wie dies im Allgemeinen erwartet wird. Wie begründe ich mein 14 Semester langes Studium, den Wechsel des Studiumsfaches oder Zeiten des Nichtstuns? Diese Probleme sind nicht selten und führen zu immer wiederkehrende Begründungen, welche von Personalern längst durchschaut werden. Ob Auslandsaufenthalte, Sprachkurse oder Weiterbildungen - dem Ideenreichtum der Bewerber sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt. Nur wenn zu diesen Angaben jegliches Zertifikat fehlt, glaubt keiner mehr so recht an Deine Ausführungen.

Wie weit Du im Rahmen Deiner Bewerbung "schummeln" bzw. lügen darfst, bleibt eine schwierige Frage. Aber: Du musst Deine Ausschmückungen auch im Vorstellungsgespräch überzeugend verkaufen. Im direkten Kontakt ist das viel schwieriger. Bedenke ebenfalls, dass Unwahrheiten im Lebenslauf ernsthafte rechtliche Konsequenzen bis hin zur fristlosen Kündigung haben können.

Tipp: Begründe wie es zu bestimmten "Leerlaufzeiten" gekommen ist und wie Du dich heute verhalten würdest. Es ist normal, dass sich junge Menschen in Verhalten und Einstellungen ändern. Mit nachvollziehbaren Erklärungen solltest Du hierbei auch auf Verständnis der Personaler stoßen.

Kompetent auftreten

Genau wie beim Anschreiben gilt auch beim Lebenslauf. Stelle Deine Stärken in den Vordergrund und versuche Dich ins beste Licht zu rücken. Du willst schließlich das Interesse beim Leser auf ein Vorstellungsgespräch wecken.
Werden für eine Position Kenntnisse verlangt, die Du noch nicht in vollem Umfang beherrschst, ergreife Maßnahmen, Dir die Fähigkeiten möglichst kurzfristig anzueignen. Damit bekundest du Dein Interesse, Deine Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft deutlich nachhaltiger als mit einer Lüge.

Bei längeren Leerlaufzeiten gib zumindest die Aktivitäten an welche Du zu diesem Zeitpunkt gemacht hast. Jede Tätigkeit ist besser als Nichtstun - aber Du musst es nachweisen können. Was Arbeitgeber nicht gerne sehen, sind lange Zeiten des "Nichts-Tuns". Diese lassen an der Einsatzbereitschaft des Bewerbers zweifeln. Und Mitarbeiter ohne "Einsatzbereitschaft" sucht wohl kein Unternehmen.
 
 


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